Der Fechtmeister, 1910

Georg Poppe

Wartha 1883-1963 Frankfurt a.M.

K├╝nstlerbiographie

Öl auf Leinwand / Karton

Rechts unten signiert und datiert 

Größe:  57 x 57 cm

Rahmengröße: 65,5 x 65,5  cm

Preis Euro 2.900,-

Informations about our Privacy Policy can be found here.

The fields marked with (*) are mandatory and must be filled out.


Artist biography

Back to overview

Georg Poppe

Nach seiner Schulzeit in Glatz besuchte Poppe 1900 die Breslauer Kunstschule. 1903 Wechsel nach Karlsruhe an die Badische Landeskunstschule und Akadamie. Künstlerische Vorbilder waren für Poppe vor allem die französischen Maler Corot, Manet und Courbet. Dem Expressionismus stand er als Traditionalist mit Distanz, aber nicht mit Ablehnung gegenüber. Befreundet mit Hans Thoma und Wilhelm Steinhausen. 1911 heiratete Poppe die oberschlesische Malerin und Kunstgewerblerin Maria Graber und ließ sich mit ihr in Frankfurt. nieder. Atelier im Städel. Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg. In den Zwanzigerjahren schuf Poppe viele Buchillustrationen und Auftragsarbeiten, u. a. die Ausgestaltung der Messmer-Teestube an der Bockenheimer Warte (1924) und das Wandmosaik in den Räumen der Frankfurter Rudergesellschaft (1927). Ein großer Teil seiner Arbeiten (besonders die Ölbilder und Radierungen) und Druckplatten wurden bei den Märzangriffen 1944 im Städel vernichtet. 1946 richtete sich Poppe ein Atelier im Boehlehaus in Sachsenhausen ein. Infolge einer schweren Herzerkrankung kam seine künstlerische Tätigkeit ab 1956 weitgehend zum Erliegen.
1913 Mitglied der Frankfurter Künstlergesellschaft. 1927 Mitglied im Deutschen Künstlerbund.
Poppe war in der romantischen Landschaftsmalerei ebenso wie in der modernen Porträtkunst beheimatet. Gelegentlich schuf er auch Monumentalgemälde, etwa für den Dillenburger Rathaussaal und eine Bibliothek in Darmstadt (beide 1929). Seine besondere Zuneigung aber galt religiösen Themen, nicht zuletzt aufgrund seiner Herkunft aus dem schlesischen Wallfahrtsort Wartha. Poppe hat vor allem in den Zwanziger- und Dreißigerjahren, vereinzelt auch noch nach 1945 eine große Zahl von Kirchengebäuden in Frankfurt und im Osten Deutschlands ausgemalt, u. a. Franziskanergemälde „Mahl des heiligen Franziskus mit der heiligen Klara“ im Refektorium des Kapuzinerklosters am Liebfrauenberg (1925), Altarbild und Kreuzwegstationen in der Heilig-Kreuz-Kirche in Bornheim (1929, Altarbild von Poppe (selbst neugestaltet 1952) sowie Portalmosaik an St. Bernhard im Nordend (1930). Ein Panorama der Frankfurter Mainfront (1940) befindet sich im Besitz der Frankfurter Sparkasse.
1983 Gedächtnisausstellung anlässlich Poppes 100. Geburtstag in der Galerie Heussenstamm-Stiftung.