Edition Emil Schumacher, 1991

Emil Schumacher

Hagen 1912-1999 San José/Ibiza

Künstlerbiographie

Gouache GE1,1991, 1991, Faksimiledruck nach der Gouache GE1,1991,  rückseitig handsigniert und nummeriert: 16/100

Gouache GE-1, 1989,1989, Faksimiledruck nach der Gouache GE-1, 1989, rückseitig handsigniert und nummeriert: 16/100

Gouache GG-19,1990,  Faksimiledruck nach der Gouache GG-19,1990, rückseitig handsigniert und nummeriert: 16/100

zzgl. Textblatt

Insgesamt 4 Blatt unter Passepartout

Blattgrößen: 76 x 56,5 cm und 3 x 55,5 x 75,5 cm

Passepartout jeweils: 66 x 86 cm

Mappe: 68,5 x 88,5

Guter Zustand, alle Grafiken in tadellosem Zustand, nie gerahmt  (Mappe flecking und mit Randeinriss).

Original Kaufbeleg der Facsimilia Art & Edition Darmstadt aus dem Jahr 1991 über DM 3.980,- vorhanden.

Als komplette Mappe sehr selten, keine weitere "komplette" Mappe nachweisbar.

Detailfotos der einzelnen Blätter gerne auf Anfrage

Preis Euro 3.300,-

Informationen zur Datenverarbeitung finden Sie hier.

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Künstlerbiografie

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Emil Schumacher

Der 1912 im westfälischen Hagen geborene Emil Schumacher beginnt im Alter von 20 Jahren ein dreijähriges Studium an der Kunstgewerbeschule in Dortmund. Er ist seit 1935 als freier Maler tätig, 1947 gründet Schumacher mit einigen Malerkollegen die Künstler- und Ausstellungsvereinigung "junger westen". Seit 1950 findet ein radikaler Umbruch in Schumachers Werk statt. Er verabschiedet den Gegenstand als Bildmotiv und entscheidet sich für die Ausdruckskraft der Malerei selbst. Die Farbe wird zunehmend zu einem eigenen Bildfaktor. Dieser biografisch-künstlerische Vorgang vollzieht sich vor dem Hintergrund eines Zeitstils, der von der französischen École de Paris, dem Tachismus und vom amerikanischen Action Painting geprägt ist. Ist die Abstraktion einerseits Zeitzeichen, so wird sie für Schumacher andererseits zum Merkmal seiner persönlichen Handschrift, seines Stils. Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre experimentiert Schumacher mit einem rigorosen Aktionismus, der sich vor allem in den "Hammerbildern" ausdrückt. Die Verletzung und Beschädigung des Bildträgers bieten ihm die Möglichkeit, Zerstörung selbst als bildnerisches Mittel in der Kunst einzusetzen. Seit der Teilnahme an der documenta III in Kassel 1964 entstehen bis in die 1980er Jahre extrem großformatige Bilder, in denen sich eine eminente malerische Freiheit manifestiert. In Schumachers späten Arbeiten aus den 1990er Jahren, in denen eindeutig gegenständliche Reminiszenzen auftauchen, hat Schumacher den Gegensatz zwischen Abstraktion und Figuration überwunden. Seit Mitte der 1950er Jahre erfährt er als einer der bedeutendsten Vertreter des Informel international hohe Anerkennung. Schumachers Werk wird durch zahlreiche internationale Preise, von denen die Verleihung des Guggenheim-Awards in New York 1958 nur der Auftakt ist, ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wird er als Professor an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg berufen, 1966 nimmt er eine Professur in Karlsruhe an und geht 1967 für ein Jahr als Gastprofessor an die Universität in Minneapolis/USA. 1998 ehrt ihn der Bundestag mit einem Auftrag für ein Wandgemälde im Berliner Reichstagsgebäude. Ein Jahr nach der großen Retrospektive in München stirbt Emil Schumacher am 4. Oktober 1999 in San José.